Der Alte Schlachthof

4. Juli bis 2. Oktober 2020

Etwa 30 private Schlachtstellen gab es in Wiener Neustadt im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den Begleitumständen des Schlachtens waren folglich viele Menschen ausgesetzt. Nicht immer war ein Tierarzt rechtzeitig zur Stelle, um die Schlachtungen zu beaufsichtigen.

In ganz Europa entstanden im ausgehenden 19. Jahrhundert Schlachthöfe an der Peripherie von Städten. So auch in der aufstrebenden Industriestadt Wiener Neustadt. Schlachthöfe spiegeln in ihrer Bauweise und den alltäglichen Abläufen den gesellschaftlichen Wandel wider, den wir Moderne nennen. Sie gewährleisteten durch ein internes Regelwerk und den Einsatz moderner Technik einen effizienten, übersichtlichen und hygienischen Produktionsprozess.

Es dauerte, bis der Wiener Neustädter Schlachthof schließlich seinen Betrieb aufnahm. Die unterschiedlichen Interessen und Zugänge von verantwortlichen Politikern und den Vertretern des Fleischer- und Selchergewerbes traten bei dieser Gelegenheit zu Tage.

Kuratorin: Mag. Sabine Schmitner

Schlachthof Haupttor 1907  © Stadtarchiv Wiener Neustadt

Museum St. Peter/Sperr

Museum St. Peter/Sperr
Johannes-von-Nepomuk-Platz 1
2700 Wiener Neustadt

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